Schritt für Schritt zum Schulkind

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#Vorschulkind, #Vorschulerziehung, #Schulreife oder #Schulfähigkeit sind Begriffe die Eltern im letzten Kindergartenjahr am Übergang vom Kindergarten -  zum Schulkind hören.

Was heißt Vorschulerziehung? Wann beginnt sie?

Welche Kompetenzen sollte ein Kind in die erste Volksschulklasse mitbringen?

Vorschulerziehung definiert die Zeit vor der Schule, in der pädagogischen Arbeit wird dieser Begriff häufig für die Bildungsarbeit im letzten Kindergartenjahr verwendet. Streng genommen beginnt die „Vorschulerziehung“ bereits bei der Geburt. Sämtliche Erfahrungen die das Kind von diesem Augenblick an macht beeinflussen die Entwicklung. Nach und nach lernt das Kind seine Umwelt mit allen Sinnen zu „be - greifen“. Es erkennt Temperaturunterschiede, sowie optische und akustische Reize. Die Außenwelt setzt diese Signale. Die kindliche Entwicklung steht somit in einem ständigen wechselseitigen Prozess.

Säuglinge und Kleinkinder lernen ganz nebenbei, aus Neugierde und weil es ihnen Spaß macht. Greift der Erwachsene ständig ein, stört er damit das freie Spiel des Kindes. Es braucht auch Ruhe für Verarbeitungsprozesse und ist vielleicht nicht immer bereit für Neues. Wenn Erwachsene die kindliche Entwicklung anregen wollen, sollten sie Situationen schaffen die Raum für Weiterentwicklung lassen.

Ein weiterer Faktor der Schulreife ist das individuelle Entwicklungstempo und das Alter bei der Einschulung. Die Altersunterschiede in einer Elementarklasse betragen etwa ein Jahr.

Bis zum Schulalter und darüber hinaus sollten folgende Funktionsbereiche gefördert werden:

Optische Wahrnehmung 

Farben, Formen, Größen, Einzelheiten erkennen, Kategorien zuordnen, Mengen erkennen

Sprache und akustische Wahrnehmung

Zuhören können, Wortverständnis, Satzbildung, Oberbegriffe, Gegensätze

Visuomotorik

Greifen, Pinzettengriff, Bauen, Werkzeuggebrauch (Schere, Besteck...), Schreibvorübungen

Grobmotorik

Lage – und Bewegungsgefühl, Treppensteigen, Klettern, Hüpfen, Balancieren

Gefühlsentwicklung und soziale Kompetenzen

Empathie, Rollenspiele, Fähigkeit zu Regelspielen, Übernahme von kleinen Aufgaben

Aufmerksamkeit und Konzentration

Ein Spiel oder eine Tätigkeit über einen Zeitraum von mindestens 10 Minuten durchführen, leichte Ablenkungen aushalten

Im Fachhandel gibt es ein breites Angebot an Spielmaterial für diese Bereiche. Viele Funktionen können aber mit wenig materiellem Aufwand kreativ und kindgemäß gefördert werden. Die Schulung aller Sinne, ein ganzheitlicher Ansatz, bedeutet letztendlich Schulreife.


© by Regina Santner-Klammer